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Radio Maria Jahresheiliger für 2019
Radio Maria Jahresheiliger für 2019

Der heilige Augustinus, Bischof von Hippo, wurde uns als Jahresheiliger für 2019 geschenkt. Bitten wir um die Fürsprache dieses großen Kirchenlehrers, damit wir mit unserem Leben Gott loben und preisen.

„Ihr wollt Gott Lob singen? Seid, was ihr singt! Ihr seid sein Lob, wenn ihr ein heiliges Leben führt.“

 

Aus dem Leben des Heiligen

Augustinus ist im Jahre 354 als Sohn der Hl. Monika, einer hingebungsvollen Christin, und des Heiden Patricus, der sich kurz vor seinem Tod taufen ließ, auf die Welt gekommen. Seine Mutter erzog ihn christlich, jedoch wurde Augustinus nicht getauft, da Kindertaufen damals noch nicht üblich waren.

Als ein begabter Schüler mit hervorragenden Lateinkenntnissen setzte er sich in seiner Jugend und im Erwachsenenalter viel mit Rhetorik und Philosophie auseinander. Diese Zeit beschrieb er in seiner Autobiographie „Die Bekenntnisse“ als sehr ausschweifend. Er hatte eine uneheliche Beziehung zu einer Frau, mit der er auch einen Sohn namens Adeodatus hatte. Diese Beziehung hielt 15 Jahre.

Augustinus hatte viele Werke Ciceros gelesen, die ihm auch die Liebe zur Philosophie näherbrachten und ihn schlussendlich von Platons Philosophie überzeugten.

Zusätzlich beschäftigte er sich auch mit der Bibel, wo er jedoch Schwierigkeiten mit dem Verständnis des Alten Testaments hatte. Dadurch wandte er sich dem Manichäismus zu, der zu Zeiten Augustinus eine verbotene gnostische Glaubensgemeinschaft war. Jedoch wendete er sich mehr und mehr davon ab, endgültig nachdem er eine intellektuell enttäuschende Bekanntschaft mit dem manichäischen Bischof Faustus gemacht hatte.

Durch diese stürmischen Zeiten im Leben ihres Sohnes hindurch betete seine Mutter Monika um die Bekehrung von Augustinus. Als er dann durch ein Angebot von Karthago nach Mailand ging, um als Lehrer für Rhetorik tätig zu sein, begegnete er den dortigen Bischof Ambrosius, der Augustinus half, die Bibel richtig auszulegen.

Seine endgültige Bekehrung fand am 15. August 386 statt, nachdem Augustinus durch eine intellektuelle, psychische und körperliche Krise seinen Beruf aufgab. Während eines Besuches verließ er wegen religiöser Unruhe und Ungewissheit das Haus und ging in den Garten. Unter einem Feigenbaum brach er in Tränen aus und betete. Daraufhin hörte er eine Kinderstimme, die zu ihm sagte: „Nimm und lies! Nimm und lies!“ Sodann ging er zurück zum Haus und öffnete die Schrift und erblickte den Vers aus dem Römerbrief: "Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tage, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht. Legt als neues Gewand den Herrn Jesus Christus an und lebt nicht so, dass die Begierden des Leibes erwachen". Diese Worte Gottes wirkten ein Gnadenwunder bei dem späteren Heiligen. Sein Freund Alypius, der ihn in den Garten begleitet hatte, schlug danach die Schriftstelle auf, die besagte: „Nehmt den an, der im Glauben schwach ist.“ Infolgedessen ließen sie sich beide gemeinsam mit dem Sohn von Augustinus in der Osternacht in Mailand vom späteren Hl. Ambrosius taufen. 

Die Jahre nach seiner Bekehrung widmete er sich vor allem dem kontemplativen Leben und schrieb einige seiner berühmten Werke (z.B. De magistro). Als er 391 nach Hippo ging, um ein Kloster zu gründen, wurde er von der Gemeinde gedrängt sich zu Priester weihen zu lassen. Nach dem Tod vom Bischof Valerius wurde Augustinus Bischof von Hippo. Er führe ein Leben in Armut und bekämpfte die Häresien zu seiner Zeit. Wichtige Themen mit denen er sich als Bischof beschäftigte waren unteranderem die Erbsünde, Gnade und Trinität. 

Augustinus starb im Jahre 430. Sein Gedenktag ist am 28. August und seine Gebeine liegen in Pavia (Norditalien) in der Kirche San Pietro in Ciel d’Oro.

Kanonisation

Augustinus wurde 1295 zum Kirchenlehrer ernannt.

Er ist der Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer und für gute Augen.

Bunt wie das Leben!